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RFID Mittelstandsaward 2011 erfolgreich verliehen

 

RFID Mittelstandsaward 2011 erfolgreich verliehen


(Stuttgart, 01.12.2011) Die praktische Erfahrung des Mittelstands mit der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) stand im Zentrum des 6. RFID-Anwendersymposiums am 30. November 2011 in Stuttgart. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der RFID Mittelstandsaward 2011 verliehen. Der Award wurde zum dritten Mal vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr zusammen mit dem Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) e.V., dem AIM Deutschland e.V. sowie den weiteren Partnern des Begleitvorhabens verliehen. Er richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, die RFID-Lösungen herstellen bzw.  diese Lösungen einsetzen.

 

Aus 38 Bewerbungen gelangten 6 Einreichungen in die Endausscheidung. Hieraus wurden dann die drei Gewinner ermittelt.

 

Der erste Preis wurde an die Selfsan Consult GmbH vergeben. Das Ingenieurbüro aus Boppard setzt drahtlose Korrosionssensorsysteme  sowie Feuchtesensoren ein. U.a werden die Sensoren bei Baumaßnahmen eingesetzt, z.B. bei der Stadt Boppard. Die Sensoren dienen zur Früherkennung von Korrosion und Feuchtigkeit, so dass noch ausreichend Zeit verbleibt, um geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dafür wird der Sensor wird zwischen der Betonaußenfläche und dem Bewehrungsstahl in den Beton mit eingegossen. Ist der ein Millimeter starke Sensordraht durchgerostet, wird der Stromkreis des Sensors unterbrochen. Diese eindeutige Information kann dann mittels RIFD-Technik von außen abgefragt und bei Bedarf können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Über den ersten Preis ist ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=1zxvJKPrAIs veröffentlicht worden.

Den zweiten Platz erhielt die highQ Computerlösungen GmbH aus Freiburg im Breisgau, welche gemeinsam mit dem Verkehrsverbund KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbHein RFID-gestütztes Fahrkartensystem eingeführt hat. Die vorgestellte Lösung setzt auf eine RFID-Smartcard, d.h. auf eine Kunststoffkarte im Kreditkartenformat, in die ein RFID-Transponder integriert ist. Fahrgäste nutzen eine einzige Smartcard in den über teilnehmenden Verkehrsunternehmen und -Verbünden als Fahrberechtigung. Die Smartcard ist in drei Stufen eingeteilt. In der ersten, dem „eBezahlen“, kann der Fahrgast bargeldlos einen Papierfahrschein kaufen, wobei die Belastung entweder  anhand eines Guthabens auf der Smartcard erfolgt oder aber auch über das Kundenbankkonto. Die zweite Stufe des „eTicket, eKontrolle“ umfasst das elektronische Ticket auf einer Chipkarte für Einzeltickets oder Zeitkarten sowie die elektronische Kontrolle zur Verbesserung von Einnahmensicherung und Kundenservice. In der dritten Stufe der „Automatischen Fahrpreisberechnung“ checkt sich der Fahrgast beim Betreten des Verkehrsmittels ein und beim Verlassen wieder aus. Alternativ ist eine automatische Erfassung der im Verkehrsmittel befindlichen Smartcards denkbar. In beiden Fällen erfolgt die automatische Berechnung der einzelnen Fahrten, die dem Kunden, wie bei der Telefonrechnung, monatsweise in Rechnung gestellt wird.

Das System stellt einen Fortschritt bei der Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs  dar. Die Anwendung in Schwäbisch Hall zeigt, dass dieses System vom Kunden auch angenommen wird und Datenschutzbedenken gegenüber dem Nutzen in den Hintergrund rücken.

Den dritten Preis erhielt die TKM – Telekommunikation und Elektronik GmbH, Mönchengladbach, welche ein Netzwerkkabel entwickelt hat, mit dem aktive Netzwerkverbindungen mittels RFID identifiziert werden können. Hierbei wird der 2 x 2 mm kleine Hochfrequenz-Transponder am Serveranschluss befestigt. Wird nun ein Netzwerkkabel in den Port gesteckt, wird der Transponder über die Kabelschnittstelle erfasst. Die Daten können dann über das Kabel an eine Datenbank weiterleiten werden. So ist über diese Verknüpfung eine Kontrolle von aktiven Ports in Echtzeit möglich. Angewendet wird diese Lösung beispielsweise von der DB Systel GmbH, Frankfurt am Main,  Die Lösung ist nicht nur für große Anwender geeignet, auch mittelständische Unternehmen haben hier die Chance für einen erfolgreichen Einsatz.

  

gruppenbild-preistrger-organisatoren-2011

Copyright: Fraunhofer IAO.

Auf dem Foto zu sehen sind v.l.n.r.: Tanja Laabs, ECC Stuttgart-Heilbronn c/o IHK Region Stuttgart; Holger Schneider, EC-Ruhr c/o FTK Forschungsinstitut für Telekommunikation, Dortmund; Thomas Hornig, highQ Computerlösungen GmbH, Freiburg im Breisgau (2. Platz); Claudia Dukino, ECC Stuttgart-Heilbronn c/o Fraunhofer IAO, Stuttgart; unbekannt; Hans-Andreas Hoffmann, KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH (2. Platz); unbekannt; Christophe Fondrier,  highQ Computerlösungen GmbH, Freiburg im Breisgau (2. Platz); Prof. Dr. Karl-Heinz Wehking, Universität Stuttgart Institut für Fördertechnik und Logistik (Laudator); Wolfgang Hill, Selfsan Consult GmbH, Boppard (1. Platz); Timo Sonntag, TKM Telekommunikation und Elektronik GmbH, Mönchengladbach (3. Platz); Karl Hofmann, TKM Telekommunikation und Elektronik GmbH, Mönchengladbach (3. Platz)


Begleitprojekt „RFID für kleine und mittlere Unternehmen“

Im bundesweiten Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr NEG (www.ec-net.de) bearbeiten die regionalen Kompetenzzentren EC-Ruhr (Dortmund), ECC Stuttgart-Heilbronn und eCOMM Brandenburg (Potsdam) im Rahmen eines Begleitprojekts federführend das Thema „RFID für kleine und mittlere Unternehmen“. Projektpartner sind:

- EC-Ruhr c/o FTK Forschungsinstitut für Telekommunikation e.V., Dortmund

- ECC Stuttgart-Heilbronn c/o Fraunhofer IAO, Stuttgart

- eCOMM Brandenburg c/o Competence Center für Digitale Medien GmbH (CCDM), Potsdam
sowie:

- Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi)

- AIM Deutschland e.V.

- Fachhochschule Brandenburg

- Fraunhofer Anwendungszentrum Logistiksystemintegration (ALI)

- GS1 Germany GmbH

- IBM Deutschland GmbH

- IHK Region Stuttgart

- Siemens AG

- Steinbeis Transferzentrum My eBusiness

- Universität Stuttgart Institut für Fördertechnik und Logistik

- Universität Stuttgart Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement

- VDI/VDE-IT

 

www.rfid-atlas.de

Unter der Webadresse www.rfid-atlas.de kann eine Übersicht aktueller Termine der Veranstaltungen des Projekts abgerufen werden. Darüber hinaus gibt es dort Informationen zu zahlreichen RFID-Praxisbeispielen.

 

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr

Seit 1998 berät und begleitet das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr mit seinen 28 über das Bundesgebiet verteilten regionalen Kompetenzzentren und dem Branchen­kompetenz­zentrum für den Handel Mittelstand und Handwerk bei der Einführung von E-Business Lösungen. Mit jährlich rund 30.000 Besuchern ist das Netzwerk das einzige bundesweite Angebot seiner Art. Es stellt Informationen in Form von Handlungsanleitungen, Studien und Leitfäden zur Verfügung, die auf dem zentralen Auftritt www.ec-net.de heruntergeladen werden können. Die Arbeit des Netzwerks wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

 

 
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RFID trifft den Mittelstand – Erfolgreicher Einsatz von RFID im Mittelstand

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